Stone Of Sisyphus
-Geboren 1993, jetzt endlich erhältlich am 17. Juni 2008!!

 

Das neue, "alte" 1993er Chicago-Studioalbum,
jetzt (17.06.2008) endlich veröffentlicht:
"Chicago XXXII: Stone Of Sisyphus "

 

Chicago XXXII: Stone Of Sisyphus (2008)

 

 
Last Update: 15.06.2008
 
Lyrics
 
 
Der Irrweg eines Albums

(Original-Text von Alicia Walters)

 

Schon jahrelang (seit 1993) warten Chicago-Fans aus aller Welt auf die Veröffentlichung eines Albums: Stone Of Sisyphus. Der Titel des Albums ist von der Legende vom griechischen Gott Sisyphus abgeleitet, der zur Bestrafung einen riesigen Stein einen großen Berg bis zum Gipfel hinaufzurollen hatte. Sisyphus näherte sich dem Ziel, aber er kam nie an.

 

Seine Situation ähnelt den vielen Chicago-Fans: Man wartet sehnsüchtig auf das Album, aber es wird nicht veröffentlicht. Die Band hat gesagt, sie hätten keine Absicht, S.O.S zu veröffentlichen, aber das bedeutet nicht, dass es nie veröffentlicht wird. Ich habe eine Kopie des Albums, die von einer Person stammt, mit dessen Identität ich vertraulich umgehe. Natürlich würde ich es toll finden, irgendeinen Weg für alle Chicago-Fans zu finden, um eine Kopie dieses Albums zu bekommen, aber es ist nicht gerade leicht. Der C.T.A. Fan-Club hat das Management nach der Möglichkeit einer Veröffentlichung nur für den Fan-Club befragt, aber sie lehnten diese Idee ab. Das hat bei einigen zum Glauben geführt, man könne vielleicht mit der Veröffentlichung zu einem späteren Datum rechnen. Ich habe eine Anzahl E-Mails von Leuten erhalten, die eine Kopie wollten, und ich denke, dass diese Leute mich vielleicht als eine egoistische Person sehen. Ich habe Angst davor, sie denken: „Jetzt hat er eine Kopie von S.O.S, nun kümmert er sich nicht mehr um den Rest der Fans!". Damit jeder gerecht behandelt wird, müsste jeder einzelne eine Kopie bekommen und das würde mir deshalb viele Schwierigkeiten bereiten. Ich meine, dass jeder eine Chance bekommen sollte, dieses Album zu hören, aber diese Entscheidung wird von mir nicht gefällt. Mein persönliches Gefühl ist: Auch wenn die Fans eine Kopie davon jetzt auf Tonband hätten, würden sie es noch kaufen, wenn es einmal auf CD veröffentlicht würde, denn ich weiß, ich würde es kaufen. Obwohl ich verstehen kann, warum sie das „Kopien- herumreichen" der Fans missbilligen, verstehe ich nicht, warum sie nichts dagegen unternehmen und das Album nun endlich veröffentlichen. Ich erzählte meine Ansicht über dieses Album neulich Bill Champlin, und er sagte: „Du hast recht, aber wie man es nun endlich in einen Laden kaufen kann, ist noch eine andere Geschichte."

 

Ob sie das Album je veröffentlichen werden oder nicht, kann ich nicht sagen, aber ich werde am besten über seinen Inhalt informieren:

 

Das Album besteht aus zwölf Songs, einige davon, die wir nie von der Band erwartet hätten. Es ist notwendigerweise nicht das beste Album, aber es ist bestimmt nicht das schlechteste. Was ich damit sagen will: Wenn Sie es sich zum ersten Male anhören, gefällt es Ihnen sehr, aber gleichzeitig können sie nur schwer daran glauben, dass es wirklich Chicago ist. Sie haben die gleichen bekannten Bläser und den ausgezeichneten Gesang, aber es gibt irgendetwas mehr, etwas anderes. Ein paar dieser Songs sind weit weg vom dem, was wir von der Band je erwartet hätten. Die gleiche Gruppe, die uns mit „Beginnings" und „You're The Inspiration" erregt hat, spielt hier eine Art Musik, die dem etwas härteren „Rock-Feeling" entspricht. Persönlich mag ich dieses Album. Ein paar der Songs könnten Hits gewesen sein, aber sie werden es vielleicht nie...

 
 

Die Songs:

 

1. All The Years

Robert Lamm, Bruce Gaitsch

Dieser Song ist auch auf Robert's Solo-Album "Life Is Good In My Neighborhood" enthalten.
Ein toller Song mit oder ohne Band, aber er ist eindeutig besser mit der ganzen Band, die hier spielt. Robert mit großem Enthusiasmus.
Conny: Gegen Ende des Songs ist der Protestruf von den Demonstranten aus dem Titel "Prologue" von "CTA" aus dem Jahre 1969 enthalten. Für mich einer von den besten Titeln, er klingt hier mit Band besser als auf Robert's Solo "Life Is Good In My Neighborhood" , aber das ist Geschmackssache.

 

2. Stone Of Sisyphus

Lee Loughnane/Dawayne Bailey

Viele von Ihnen haben bestimmt schon diesen Song gehört, und alle wissen, wie gut er ist. Es ist ein schneller Song, der vom ehemaligem Band-Mitglied Dawayne Bailey zusammen mit Lee Loughnane geschrieben wurde. Es ist toll, noch einen guten „Uptempo-Song" zu hören.
Conny: Dieser Song ist nicht schlecht, obwohl für mich DaWaynes' Gesang typische Chicago-Merkmale vermissen lässt und bei einer Stelle sogar AC/DC-Format erreicht. Robert's Gesang ist toll. Nun, für den Text ist wohl Dawayne verantwortlich, für die Bläser Lee. Man hört es.

 

3. Bigger Than Elvis

Jason Scheff/Peter Wolf/Ina Wolf

Noch ein Song, den viele von Euch gehört haben, der von Jason geschrieben wurde und diesen Song mit großer Hingabe singt. Jason schrieb diesen Song in Andenken an seinen Vater, Jerry Scheff. Jerry war Elvis Presley’s Bassist, und ein wichtiger Teil von Jason’s Leben. Wenn gefragt wird, wie sein Vater das erste Mal reagierte, als er den Song für ihn spielte, sagte Jason: „Er weinte wie ein Baby, und es war für uns beide ein sehr wunderbarer Moment." Es ist ein außergewöhnlicher Song.
Conny: Gewiss kein schlechter Song, aber für mich zu melodramatisch. Bis es richtig losgeht, dauert schon eine Weile. Allein schon das gekünstelte Piano-Intro ist nicht Chicago-Typisch, es spielt hier sicher nicht Robert oder Bill, sondern bestimmt Peter Wolf. Eine Power-Ballade über Jason Scheff's Vater, das positive daran: Die Bläser sind fest integriert.

 

4. Sleeping In The Middle Of The Bed (Again)

Robert Lamm

Ich mag diesen Song, obwohl er Klang- fremder als irgendein anderer Chicago-Song ist. Dies ist ein schneller Song, der von Robert geschrieben wurde, und ohne Bläser würde man es vielleicht nicht merken, dass es Chicago ist. Obwohl andersartig, ist er wirklich ein guter Song. Er bekam ein wenig mehr härteren Rock-Sound dazu, aber sie machen es gut.
Conny: Tatsächlich hört man hier Chicago zum erstenmal im Rap-Sound. Wirklich total anders, als man bisher Chicago kennt. Aber das im positiven Sinne. Schon allein das Posaunen-Solo von Jimmy am Schluss rechtfertigt diesen Song zu den besseren. Robert hat diesen Song auch auf seinem Solo-Album "In My Head" veröffentlicht, hier gibt es aber keine Bläser und das Arrangement ist etwas verändert. Wer ist von beiden nun der bessere? Nun beide Songs haben ihre Vorzüge, aber letztendlich gebe ich der "SOS"- Fassung, wenn auch nur knapp, meine Stimme.

 

5. Mah Jongg

Jason Scheff/Brock Walsh/Aaron Sigman

Noch ein guter Song! Da Bill hier Sänger ist, macht es besonders Spaß, zuzuhören. Ich musste ihn zweimal anhören, bevor ich wirklich konzentriert zuhören konnte, (Das erste Mal war ich total verblüfft).
Conny: Mir gefällt dieser Song mit Band besser als auf Jason's Solo-CD "Chauncy". Toll!  Hören Sie nur mal Bill's Solo-Einlagen mit der Orgel. Ja, dies ist auch einer von den besseren Titeln des Albums. Der pumpende Rhythmus treibt durch den ganzen Song und die Bläser geben ihr bestes..

 

6. Let's Take A Lifetime

Jason Scheff/Brock Walsh/Aaron Sigman

Dieser Song ist länger als die Version, die auf „The Very Best Of Chicago" veröffentlicht wurde. Ein Zusatz von einem neuen Musik-Teil und dem Merkmal eines schön gespielten Instrumentes (eines, wo ich nicht genau sicher bin, was es ist, aber es ist toll) könnten sehr leicht aus diesem Song einen Hit machen. Er ist sehr schön geschrieben, und wird von Jason gesungen.
Conny: Das "Instrument" ist ein Synthesizer-Saxophon, gespielt von Peter Wolf. Furchtbar, warum denn nur? Walter hätte es viel schöner auf dem Sopran-Saxophon gespielt. Der Song ist wieder melodramatisch, wieder eine Ballade, wieder mit Bläsern. Für mich zu lang. Kein schlechter Song, aber wirklich nicht einer der besseren. Vielleicht Hitverdächtig.

 

7. The Pull

Jason Scheff/Robert Lamm/Peter Wolf

Schon auf dem Video „Live At The Greek Theatre"  mochte ich diesen Song und ich mag ihn auch hier. Das Intro verbesserte sich jetzt, aber Roberts Gesang gefiel mir besser mehr im Konzert als auf dem Album (er schien kraftvoller zu singen). Ein toller schneller Song.
Conny: Kein schlechter Song, aber das Drumcomputer-Getöse nervt ein bisschen. Live sang Robert auch etwas besser, das Gitarrensolo war Live auch besser, die Bläser auch....
..

 

8. Candle In The Dark (Here with Me)

James Pankow/Robert Lamm

Ich bin nicht sicher, warum es „Candle In The Dark" genannt wird, es erinnert mich eher mehr an „Here With Me". Obwohl dieser Song die großen Stimmen von Robert und Bill hervorhebt, denke ich mehr an Jason. Wenn er den Refrain beginnt, bekomme ich eine Gänsehaut... Wer sagte je, dass er keine starke Stimme hat?
Conny: Die erste Robert/Jimmy-Zusammenarbeit. Ergebnis: Nicht berauschend. Klar, die Gesänge sind perfekt, das Bläserarrangement perfekt, der Rhythmusteil perfekt, aber es ist halt doch nur eine kleine Ballade. Kein schlechter Song, aber von Robert und Jimmy hätte ich mehr erwartet. Vielleicht Hitverdächtig.

 

9. Plaid

Bill Champln/Robert Lamm

Ein großer Bill-Song. Bill ist so ein gewaltiges Talent, und ich werde immer mitgerissen, wenn ich ihn singen höre. Die Hintergrund- Stimmen sind auch ausgezeichnet, ich kann gar nicht genug von diesem Song bekommen.
Conny: Der beste Song des Albums. Unkonventionell, locker, jazzig, rockig, soulig, bluesig, textlich anspruchsvoll, hier hat man noch Spaß an der Musik! Hier bestimmt Bill den Soul/Blues-Teil mit seiner unvergleichbaren Soul-Stimme und Robert den Jazz/Rock-Teil mit seinen Arrangements. Kein Hit, aber so liebe ich Chicago.

 

10. Cry For The Lost

Bill Champlin/Dennis Matkosky

Wenn dieser Song wie ein perfekter Bill Champlin klingt, kann es daran liegen, dass es fast der gleiche Song wie sein "Proud Of Our Blindness" (von Through It All) ist. Der einzige Unterschied ist, dass der Refrain anders klingt und die ganze Band mitspielt. Ein toller Song.
Conny: Guter Song. Mir gefällt er Solo wie mit Band gleichermaßen sehr gut. Auffallend der "singende" Bass von Jason und der anspruchsvolle Text.

 

11. Get On This

James Pankow/Dawayne Bailey

Wow, was für ein Song!. Ja, es sind einige seltsame Teile darin (was den Text angeht), aber Sie werden es mögen. Ein sehr schneller Song.
Conny: Was soll das denn?! Hier klingt Chicago wie eine matte Kopie von AC/DC oder sonstigen Heavy-Metal-Bands. Klar, hier wird gerockt, aber es wirkt für mich zu konstruiert. Und der Text? Nicht gerade der beste. Der einzige Pluspunkt: Die Bläser und Jason's Bass.

 

12. The Show Must Go On

Bill Champlin/Greg Mathieson

Dieser Song klingt auch wie ein perfekter Bill Champlin. Ich liebe die Komposition dieses Liedes, musikalisch mehr als den Text. Es beschreibt, wie jeder Chicago-Fan für die Band hofft. Wir alle wissen, dass es irgendwann Chicago nicht mehr geben wird, aber wir werden immer hoffen, dass trotzdem die Show weitergeht.
Conny: Ein mittelmäßiger Song, zu langatmig, kürzer wäre er besser. Das Positive hier wie auch in allen anderen Songs: Die Bläser.

 

(Song Credits Courtesy of Alicia Walters)

 
 
 

Conny:
Nach meiner Meinung vielleicht das beste Album (mit Songs von Original-Mitglieder) seit
"Chicago XI". Kein perfektes Album. 5 sehr gute Songs, 3 gute, 3 mittelmäßige und ein schlechter Song. Was soll man dazu sagen? "Back To The Roots" kann man hier bei einigen Songs erkennen, aber nicht überall. Vielleicht würde es in der endgültigen Verkaufs-Version besser klingen, aber die Band war hier doch schon auf dem richtigen Weg. Fehler. Überlange Balladen (wie "Bigger Than Elvis") und Versuche, etwas zu kopieren (wie "Get On This"). Das Positive an diesem Album sind die Bläser. Sie werden wieder voll in die Songs integriert. Warum wurde dieses Album nicht veröffentlicht? Eine zwiespältige Angelegenheit. Nun, ich glaube es lag nicht nur bei dem Plattenlabel, sonder auch bei der Band. Denn, warum hat man "SOS" nicht gleich nach Gründung von "Chicago-Records" dort auch veröffentlicht? -Meine Meinung-

 
 
 
 
 
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