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Chicago-Forum 2009
Autor: |
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conny
(offline)
Administrator
         

Beiträge: 102
Geschlecht: 
Mitglied seit: 07.07.2007
Deutschland
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Chicago XXX #1
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Datum: 09.07.2007, 22:53
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CHICAGO XXX
 Released: 21 March 2006 Recorded: Summer 2005 Genre: Rock/Adult Contemporary Length: 56:50 Label: Rhino/WB Producer: Jay DeMarcus
Weitere Infos: http://www.chicagohome.de/Chicagoboa...X.html#Chicago30
Songs:
"Feel" [Hot Single Mix] (Orton/Daly) "King of Might Have Been" (Barnbill/Scheff/Matkosky) "Caroline" (Scheff/Sandford) "Why Can't We" feat. Shelly Fairchild (Champlin/DeMarcus/Scheff/Sandford) "Love Will Come Back" feat. Rascal Flatts (Scheff/DeMarcus/Sandford) "Long Lost Friend" (Scheff/DeMarcus/James) "90 Degrees and Freezing" (Lamm/James/DeMarcus/Scheff) "Where Were You" (Champlin/Scheff/DeMarcus) "Already Gone" (Champlin/Hawkins) "Come to Me, Do" (Lamm) "Lovin' Chains" (DeMarcus/Hummon) "Better" (Champlin/Sandford) "Feel" [Horn Section Mix] (Orton/Daly)
CONNY's KRITIK:
Schon grandios: Kurz vor ihrem 40. Jubiläum veröffentlicht Chicago 15 Jahre nach dem letzten „echten“ Studioalbum „21“das erste Studioalbum mit neuen Songs, nur noch wenige hatten daran geglaubt, und das ganze Produkt klingt nicht mal so schlecht. Doch das Album teilt sich in genau zwei Hälften: Die erste sehr kommerzielle (Track 1-6) und die zweite, progressivere Brassrock- Hälfte (Track 7-12). Aber für mich wäre schon alleine ein Song der Kauf des Albums wert, und zwar „COME TO ME, DO“ von Robert Lamm. Aber dazu etwas später weiter unten.
Schon ziemlich kommerziell eröffnet Chicago die ersten 6 Tracks mit altbekannten Power-Balladen, Midtempo-Popper, Rocker, einem Duett und sogar im Stile des Boygroup-Pop’s wird versucht, sich in den oberen Charts zu platzieren.
Dann ab Track 7 wird’s für den „alten“ Chicagofan wieder interessanter, denn ab da meint man, hier würde eine andere Band spielen, so wie die „alten“ Chicago beinahe. Man hat bald den Eindruck, Chicago hätte von der Plattenfirma auferlegt bekommen, mindestens 6 sehr kommerzielle Hitparadensongs abzuliefern, um für den Rest des Album wieder die Musik spielen zu dürfen, die den Bandmembers selbst Spaß macht.
Zu den Songs:
1. FEEL (Hot Single Mix) Von diesem Song gibt’s hier zwei Versionen, der hier ohne Bläser und der andere (Track 13) mit Bläser + Streicher. Mir persönlich gefällt dieser Midtempo-Rocker mit der Bläserversion etwas besser, obwohl hier diese Version etwas nüchterner, bodenständiger und nicht so überproduziert klingt. Robert Lamm mit coolem Gesang, ein gitarrenbetonter Song, Hitverdächtig. 7 Punkte
2. KING OF MIGHT HAVE BEEN Eine mit Piano eingeleitete Powerballade im Stile von „Hard Habit To Break“, nach 2 Minuten wird’s lauter, im Hintergrund gehaltene Bläser und Streicher, etwas überproduziert. Jason singt wie immer wunderschön und der Song hat Hitpotential. 7 Punkte
3. CAROLINE Ein Midtempo-Pop-Rocker von Robert und Bill gesungen mit immer wiederkehrenden Jason Scheff + Bobby Kimball- Harmoniegesang. Die Bläser blitzen wieder etwas mehr heraus. Hitverdächtig. 7 Punkte
4. WHY CAN’T WE (feat. Shelly Fairchild) Mir gefällt sie gut, diese mit Shelly Fairchild und Bill Champlin gesungene Duett-Ballade, und es soll noch einmal einer behaupten, Shelly könne nicht singen. Im klassischen Chicago-Balladenstil mit Bläser a la Vol. 17 + 18. Hitverdächtig. 6+ Punkte
5. LOVE WILL COME BACK (feat. Rascal Flatts) Im Boygroup-Balladenpop-Stil gehaltener Song mit den Rascal Flatts, mit eingängigen Harmoniegesang. Nur die Bläser erinnern noch etwas an Chicago. Stark Hitverdächtig. 6+ Punkte
6. LONG LOST FRIEND Wieder eine Powerballade, von Jason gesungen, erinnert tatsächlich etwas an „Man To Woman“ von Chicago 21. Etwas Hitverdächtig. 5-6 Punkte
JETZT DIE ZWEITE, ETWAS „PROGRESSIVERE“ HÄLFTE:
7. 90 DEGREES AND FREEZING Ein Brass-Rock/Jazzer im Stile der 70er Chicago mit Robert am Mikro, trotzdem funky-modern klingend, klasse Bläser, ein phänomenal genialer, aber leider zu kurzer Instrumentalabschnitt, eingeleitet vom Robert’s Piano mit anschließend explodierenden Bläsern. 9 Punkte
8. WHERE WERE YOU Ein, wie soll ich ihn nennen, Westcoast-(oder California) Brassrock-Popper den Bill singt, effektvolle Bläser und ansprechender Harmonygesang wechseln ab mit Rockelementen. Etwas hitverdächtig. 8 Punkte
9. ALREADY GONE Ein knapp 7 Minuten langer Brassrock-Westcoast-Soul-Jazzer, Bill singt, der altbekannte Bill Champlin Harmoniegesang brilliert, wunderschöne Bläser, ein Instrumentalabschnitt mit Piano, Trompete und Flöte, Stark! 9 Punkte
10. COME TO ME, DO Für mich der absolute Höhepunkt dieses Albums: Robert Lamm so gut, wie seit ewigen Zeiten nicht mehr. Er schuf einen Soul-Motown-Popper, genial einfach trotzdem mit der typischen Robert Lamm Songstruktur. Sexy, unheimlich rhythmisch, ansteckend tanzbar. Er singt so gut, wie schon lange nicht mehr, die Bläser versetzen einen in die alten Soulzeiten zurück. Der Sommerhit des Jahres 2006. 9+ Punkte
11. LOVIN’ CHAINS Ein Westcoast-Brassrocker von Jay DeMarcus mit Bill am Mikro, ansprechender Harmoniegesang und treibenden Gitarrensolis. 8+ Punkte
12. BETTER Nochmal Bill Champlin: Ein Jazz/Blues-Westcoast-Brassrocker mit tollem Harmoniegesang und Gitarrensolis, am Ende des Songs sogar ein kurzes Posaunensolo von James. 8-9 Punkte
13. FEEL (with Horns) Genau wie Track 1., nur mit Bläser und Streicher, diese Version gefällt mir etwas besser, sie klingt irgendwie „mehr“ nach Chicago aber eben auch zwangsläufig etwas „überproduziert“. 7+ Punkte
Bewertung: 1. Albumhälfte: Chicagoleistung: 5-6 Punkte Normale Bewertung: 6-7 Punkte Klang: 7 Punkte
2. Albumhälfte: Chicagoleistung: 8-9 Punkte Normale Bewertung: 9 Punkte Klang: 8 Punkte
Gesamtes Album: Chicagoleistung: 6-7+ Punkte Normale Bewertung: 8 Punkte Klang: 7-8 Punkte
(Bisher wurde dieser Beitrag 2 mal editiert, als letztes von conny am 14.07.2007 @ 09:21)
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Gast Gast
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Re: Chicago XXX #2
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Datum: 28.12.2008, 19:03
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Zitat:
"Midtempo-Popper"
In der Musikterminologie nicht-existenter Begriff. Gemeint ist hier was genau?
Zitat:
"Midtempo-Rocker" ( zu "Feel")
s.o.
Zitat:
"mit der Bläserversion etwas besser, obwohl hier diese Version etwas nüchterner, bodenständiger und nicht so überproduziert klingt."
Was meint "nüchtern", "bodenständig" und "nicht so überproduziert"? Was genau macht denn- bitte schön- einen kompetenten Toningenieur aus ( und was einen kompetenten Musikkritiker)? Diese Schreibe ist nicht "hitverdächtig", sondern rückt sie gefährlich nahe an Dampfgeplaudere.
Zitat:
"nach 2 Minuten wird’s lauter"
"Crescendo/Descrescendo" sind Begrifflichkeiten, die man hier benutzt. Dazu dann noch die Dynamik mit Phrasierung, Agogik udgl. . "nach 2 Minuten wirds lauter" => und nach 3:58 wieder "leiser", weil der Song dann beendet ist.
Zitat:
"und sogar im Stile des Boygroup-Pop’s wird versucht, sich in den oberen Charts zu platzieren"
So so.....
Zitat:
"Ein Midtempo-Pop-Rocker"
Der Superlativ also, wenn einem nichts präzises einfällt. Pop ist nicht das gleiche wie Rock und diese Pseudoterminologie existiert- pardon!- leider immer noch nicht.
Zitat:
"Ein Brass-Rock/Jazzer"
Zitat:
"mit Robert am Mikro"
Wo sollte Er auch sonst sein? Die Strukturen der Band sind allgemein bekannt.
Zitat:
"trotzdem funky-modern klingend"
Funk ist gegenwärtig alles andere als "modern".
Zitat:
"Westcoast-(oder California) Brassrock-Popper "
Kein Kommentar.
Zitat:
"Harmoniegesang" ..... und hier wird Deutsch geschrieben. Inhaltlich total sinnfrei.
Zitat:
"Harmonygesang"
Yeah man- dig it! Immer noch sinnfrei, aber in der Sendung mit der Maus sagt der Klaus dann: "Und das war Denglisch".
Zitat:
"Bewertung: 1. Albumhälfte: Chicagoleistung: 5-6 Punkte Normale Bewertung: 6-7 Punkte Klang: 7 Punkte
2. Albumhälfte: Chicagoleistung: 8-9 Punkte Normale Bewertung: 9 Punkte Klang: 8 Punkte
Gesamtes Album: Chicagoleistung: 6-7+ Punkte Normale Bewertung: 8 Punkte Klang: 7-8 Punkte"
Diese "Bewertungen" spiegeln in völliger Ahnungslosigkeit musikterminologischer Verbalerotik einen gewissen Unterhaltungswert wieder.
(Bisher wurde dieser Beitrag 1 mal editiert, als letztes von [url=http://www.chicagohome.de/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=viewprofile&name=,_self][/url] am 28.12.2008 @ 21:55)
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